Datenerfassung
Teil von Analysewerkzeuge vergleichen: Excel, Power BI und Tableau im Vergleich
Analysewerkzeuge vergleichen: Tableau und Qlik Sense im Vergleich
Tableau oder Qlik Sense im Vergleich: Lizenzkosten ab 70 bzw. 15 Euro pro Nutzer und Monat, Funktionen, Datenmodell und Kriterien für die Auswahl.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Tableau beginnt bei 70 Euro pro Nutzer und Monat, Qlik Sense bei 15 Euro, jeweils netto und ohne MwSt.
- Tableau ist stark beim visuellen Berichtsbau, Qlik Sense beim Verknüpfen vieler Tabellen über ein Assoziationsmodell.
- Beide Werkzeuge arbeiten mit einer eigenen In-Memory-Engine und lesen Datenbanken, Dateien und Cloud-Dienste.
- Die Kosten richten sich nach Rollen, Ersteller zahlen mehr als reine Betrachter.
- Preise und Funktionsumfang ändern sich, eine Testphase mit echten Daten gehört dazu.
Lizenzkosten: Tableau ab 70 Euro, Qlik Sense ab 15 Euro
Tableau und Qlik Sense verkaufen Zugänge pro Nutzer und Monat. Für Tableau nennen Anbieter und Partner einen Einstieg ab 70 Euro pro Nutzer und Monat, netto, ohne MwSt. Qlik Sense startet ab 15 Euro pro Nutzer und Monat, ebenfalls netto, ohne MwSt. Der Abstand ist deutlich und erklärt sich aus Rollenmodell und Funktionsumfang.
Wer Berichte nur ansieht, braucht selten eine Voll-Lizenz. Beide Anbieter trennen zwischen Nutzern, die Modelle und Dashboards erstellen, und Nutzern, die sie lesen. Eine Beispielrechnung mit zehn Ersteller-Lizenzen: Bei Tableau ergeben zehn Voll-Lizenzen 700 Euro pro Monat, netto ohne MwSt., bei Qlik Sense 150 Euro pro Monat. Über zwölf Monate stehen 8.400 Euro gegen 1.800 Euro.
Diese Rechnung bleibt eine Beispielrechnung. Betrachterrollen, Schulung, Betrieb und Speicher kommen hinzu und verschieben das Ergebnis erheblich. Wer belastbare Zahlen braucht, fragt beim Anbieter oder beim Fachhändler ein Angebot mit dem eigenen Nutzerprofil an.
Bei beiden Werkzeugen gibt es Cloud-Abos und Server-Lizenzen für den eigenen Betrieb. Cloud-Abos werden jährlich abgerechnet, Server-Lizenzen laufen häufig über feste Laufzeiten. Prüfen Sie vor der Unterschrift, welche Rollen im Preis enthalten sind und wie viele Nutzer mindestens gebucht werden müssen.
Funktionen und Datenanbindung im Vergleich
| Kriterium | Tableau | Qlik Sense |
|---|---|---|
| Berichtsbau | Drag-and-drop mit vielen Diagrammtypen | Geführtes Erstellen von Apps |
| Datenmodell | Beziehungen zwischen Tabellen | Assoziationsmodell im Arbeitsspeicher |
| Filter | Filter je Arbeitsblatt | Filter wirken appweit |
| Berechnung | Formeln in der Oberfläche | Skript beim Datenladen |
| Betrieb | Cloud und eigener Server | Cloud und eigener Server |
Die offizielle Produkt- und Funktionsbeschreibung von Tableau erläutert Datenvisualisierung, Berechnungen und den Weg vom Arbeitsblatt zum fertigen Dashboard. Der Schwerpunkt liegt auf dem visuellen Aufbau. Anwender ziehen Felder auf die Fläche und sehen das Ergebnis sofort.
Qlik Sense setzt dagegen auf ein Assoziationsmodell. Felder werden beim Laden verknüpft, Auswahlfilter greifen auf die gesamte App. Wer unbekannte Zusammenhänge in breiten Datenbeständen sucht, findet dort einen anderen Einstieg als in Tableau.
Beide Werkzeuge lesen relationale Datenbanken, Dateien und Cloud-Dienste. Berichte lassen sich per Zeitplan aktualisieren und in Portale einbinden. Für den Betrieb im eigenen Rechenzentrum gibt es Server-Varianten, für den schnellen Start Cloud-Angebote. Ob eine Verbindung live oder im Speicher arbeitet, entscheidet über Aktualität und Tempo.
Datenverknüpfung und Auswertungen
Beide Werkzeuge verbinden mehrere Quellen in einem Modell. Tableau nutzt dafür Beziehungen zwischen Tabellen und lässt Verknüpfungen im Bericht entstehen. Qlik Sense verknüpft Felder gleichen Namens beim Laden, ohne dass eine klassische Join-Logik sichtbar wird.
Für Auswertungen zählen Kennzahlen, Dimensionen und Zeiträume. Wer Umsatz, Menge und Deckungsbeitrag aus zwei Systemen zusammenführt, braucht klare Definitionen. Ohne einheitliche Schlüssel wie Kundennummer oder Materialnummer entstehen Doppelzählungen.
Datenqualität als gemeinsame Grundlage
Ohne gepflegte Stammdaten liefert kein Analysewerkzeug brauchbare Kennzahlen. Doppelte Kundennummern verzerren jede Umsatzauswertung. Die Bitkom-Mediathek zu Analytics und Datenqualität sammelt Studien und Leitfäden zu diesen Themen und eignet sich als Einstieg. Vor der Werkzeugwahl steht deshalb eine Bestandsaufnahme der Quellen.
Datenvorbereitung und Berichte im Alltag
Tableau bereitet Daten in der Oberfläche auf und speichert Berechnungen im Arbeitsbuch. Qlik Sense lädt Daten über ein Skript und hält sie im Arbeitsspeicher. Der zweite Weg verlangt mehr Vorarbeit beim Laden, der erste mehr Klicks beim Gestalten.
Beide Werkzeuge trennen Bericht und Datenmodell. Wird eine Quelle umbenannt oder verschoben, muss die Verknüpfung angepasst werden. Ein stabiles Namensschema für Tabellen und Felder spart hier viel Arbeit.
Für den Versand gibt es Abos per E-Mail, PDF-Export und mobile Ansichten. Verteilte Berichte landen häufig als Datei in Postfächern und verlieren dabei ihren Datenstand. Live-Verbindungen zur Quelle halten die Zahlen aktueller.
Auswahl in fünf Schritten
- Anwendungsfälle sammeln und nach Häufigkeit sortieren.
- Datenquellen auflisten und ihre Qualität prüfen.
- Testkonten bei beiden Anbietern anlegen und dieselbe Aufgabe nachbauen.
- Lizenzkosten über drei Jahre rechnen, inklusive Betrachterrollen und Schulung.
- Betriebsmodell festlegen: Cloud, eigener Server oder Mischform.
Häufige Fragen
Was kostet Tableau im Einstieg?
Der Einstieg beginnt bei 70 Euro pro Nutzer und Monat, netto und ohne MwSt. Der Preis gilt für eine Erstellerrolle und hängt vom Verhandlungsweg ab.
Was kostet Qlik Sense im Einstieg?
Qlik Sense startet ab 15 Euro pro Nutzer und Monat, netto und ohne MwSt. Neben der Lizenz zählen Speicher und Aktualisierungsintervalle.
Worin unterscheiden sich die Werkzeuge fachlich?
Tableau führt über visuelles Gestalten zum Bericht. Qlik Sense verknüpft Felder im Assoziationsmodell und filtert appweit. Beides sind Analysewerkzeuge mit unterschiedlicher Bedienung.
Lohnt sich ein Blick auf Power BI?
Power BI ist eine dritte Option mit eigener Preislogik. Die offizielle Preisübersicht für Power BI nennt Tarife, die sich neben Tableau und Qlik Sense stellen lassen.
Wie lange sollte ein Test dauern?
Vier bis sechs Wochen reichen für ein belastbares Bild, wenn echte Daten und echte Fragen verwendet werden. Wichtig ist dieselbe Aufgabe in beiden Werkzeugen. Kürzere Tests bleiben an der Oberfläche.